Was hat Herr Ackermann gesagt?

März 20, 2008

Wie so oft lohnt es sich, genau nachzulesen. Auch ein Dementi am nächsten Tag sollte daran nichts ändern. Schließlich können wir davon ausgehen, dass Herr Ackermann seine Worte wählen konnte.

Auf einer Podiumsdiskussion sagte Ackermann: „Es reicht nicht mehr, die Banken zu gegenseitiger Hilfe aufzufordern. Es gibt keinen Liquiditätsengpass, sondern einen Investorenstreik. Ich glaube hier nicht allein an die Selbstheilungskräfte der Märkte.“

(Quelle: Manager-Magazin.de)

Zitiert wurde überall im Wesentlichen der letzte Satz. Auf diesen bezog sich dann auch die brüske Zurückweisung von Politikern. Der Tenor: Ackermann könne in schlechten Zeiten nicht nach dem Staat rufen, da er ihn in guten Zeiten nicht haben wollte. Konkreter: Die privaten Bankhäuser wollten nun in der Bedrängnis die Verluste sozialisieren, während sie Gewinne ja immer privatisiert hätten. Die Argumente sind bekannt und für sich genommen richtig. Aber treten wir doch nochmal zurück. Was hat Herr Ackermann da wirklich gesagt? Hat er nach dem Staat gerufen? Den Rest des Beitrags lesen »


Wenn Finanzmärkte verschwinden

März 16, 2008

Aus der Frankfurter Rundschau vom 12.03.2008

Kreditkrise
Wenn Finanzmärkte verschwinden
VON ROBERT VON HEUSINGER

Auszug:

Die globale Finanzkrise steht in voller Blüte. Die westlichen
Notenbanken, allen voran die amerikanische Fed, versuchen mit aller
Gewalt wenigstens die Liquidität an den Märkten aufrecht zu erhalten.
Binnen dreier Bankarbeitstage hat die Fed den Banken 300 Milliarden
Dollar Liquiditätshilfen gewährt und damit die Aktienmärkte kurz beglückt.
Warum? Weil die die Banken und Broker längst nicht mehr für liquide
Finanzmärkte sorgen können. Sie sind mit einem Bein insolvent und meiden
jegliches Risiko. Und fallen so mit ihrer vornehmsten Funktion aus. Die
Banken versuchen nur noch ihre Bilanzen zu retten. Deshalb bleibt dem
Staat gar nichts anderes übrig, als massiv ins Geschehen einzugreifen.


Kein Geld? Dann macht Euch welches!

März 3, 2008

Warum immer mehr Menschen auf regionale Zweitwährungen setzen

Beitrag auf SWR2:

07.02.2008, 10.05 Uhr, SWR2 Leben

Ein interessanter und umfassender Beitrag über Regionalgelder und insbesondere den Volmetaler von Christiane Praetorius lief am 7.2. im SWR. Ausführlich kam Helmut Reinhardt zu Wort, die Hintergründe und Eigenarten von Regionalgeld wurden gründlich recherchiert und dargestellt. Ob Strukturwandel, Kapitalverklumpung und Monopolisierung, die Krise des Mittelstandes, aber auch unser Verständnis von Geld tauchten als die Szene prägende Themen auf. Den Rest des Beitrags lesen »


Die charmante Provokateurin

März 3, 2008

Von Susanne Weingarten (Quelle: Spiegel-Spezial 26.02.2008)

Ihre gesellschaftskritischen Bestseller „No Logo“ und „Die Schock-Strategie“ haben die kanadische Wissenschaftlerin Naomi Klein zum Star der Anti-Globalisierungs-Bewegung gemacht – mit begeisterten Fans und erbitterten Feinden.

Ihre ersten Todesdrohungen bekam Naomi Klein schon als Teenager. Der Anlass: Sie hatte in ihrer College-Zeitung einen kurzen, aber flammenden Artikel gegen die israelische Besetzung der Palästinensergebiete verfasst – die Reaktion waren Zettel mit angekündigten

Bombenanschlägen. Und das mitten im gediegen-zivilisierten Kanada Ende der achtziger Jahre. „Ich habe nie größere Angst um mein Leben gehabt als damals“, sagt sie im Rückblick.

Autorin Klein„Die Autorin wird von den einen heftig verehrt als Vordenkerin der Anti-Globalisierungs-Bewegung, ebenso heftig aber von den anderen gehasst, angefeindet und verunglimpft als linke Propagandistin.“

Website von Naomi Klein

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Wenn ein höheres Einkommen nichts mehr bringt

November 25, 2007

Forscher des DIW in Berlin haben sich it der Frage von Grennutzen und Einkommenssteigerung beschäftigt und bewiesen, daß der Grenznutzen mit steigenden Einkommen abnimmt. Den Rest des Beitrags lesen »