Wenn Finanzmärkte verschwinden

Aus der Frankfurter Rundschau vom 12.03.2008

Kreditkrise
Wenn Finanzmärkte verschwinden
VON ROBERT VON HEUSINGER

Auszug:

Die globale Finanzkrise steht in voller Blüte. Die westlichen
Notenbanken, allen voran die amerikanische Fed, versuchen mit aller
Gewalt wenigstens die Liquidität an den Märkten aufrecht zu erhalten.
Binnen dreier Bankarbeitstage hat die Fed den Banken 300 Milliarden
Dollar Liquiditätshilfen gewährt und damit die Aktienmärkte kurz beglückt.
Warum? Weil die die Banken und Broker längst nicht mehr für liquide
Finanzmärkte sorgen können. Sie sind mit einem Bein insolvent und meiden
jegliches Risiko. Und fallen so mit ihrer vornehmsten Funktion aus. Die
Banken versuchen nur noch ihre Bilanzen zu retten. Deshalb bleibt dem
Staat gar nichts anderes übrig, als massiv ins Geschehen einzugreifen.

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