Forscher des DIW in Berlin haben sich it der Frage von Grennutzen und Einkommenssteigerung beschäftigt und bewiesen, daß der Grenznutzen mit steigenden Einkommen abnimmt.
aus der PRessemitteilung des DIW:
Was motiviert Menschen? Aus der klassischen Sicht von Ökonomen ist es vor allem die Aussicht auf Wohlstand. Die Verheißung eines höheren Einkommens bedeutet damit automatisch mehr Anstrengung, mehr Leistung, mehr Wachstum. Doch diese traditionelle Grundannahme über den homo oeconomicus entspricht nur bedingt der Wirklichkeit. In wohlhabenden Gesellschaften trägt ein steigendes Einkommen nur noch sehr bedingt zur Steigerung der Lebenszufriedenheit bei.
Eindrucksvoll haben jetzt die beiden britischen Ökonomen Richard Layard und Stephen Nickell zusammen mit Guy Mayraz die Erkenntnis vom sinkenden Grenznutzen von Einkommen empirisch bestätigt. Vergleicht man den subjektiven Nutzen (”allgemeine Lebenszufriedenheit”), den jemand mit einem Mini-Einkommen aus einem zusäzlichen Euro bezieht mit dem Nutzen, den jemand aus einem weiteren Euro hat, der bereits 10 mal soviel Einkomen hat, dann ist der “Grenznutzen” des Gutverdienenden mehr als zehnmal so klein wie der des Geringverdieners. Die Autoren werteten Daten aus 50 Ländern aus und betrachteten den Zeitraum von 1972 bis 2005. Datenbasis für Deutschland war dabei das Sozio-oekonomische Panel; die seit 1984 am DIW Berlin beheimatete große Längsschnittstudie für inzwischen über 20.000 Personen und über 10.000 Privathaushalte, die ein repräsentatives und detailliertes Bild für die Bundesrepublik Deutschland bieten.
Die SOEPpapers können kostenlos von der DIW-Homepage herunter geladen werden.weiteres unter:
